KI in der Arztpraxis:Vollständig vermarktet.
Halb erklärt.
Telefonassistenten, automatische Arztbriefe, KI-Befundung — die Anbieter erklären, was ihre Tools können. Aber nicht, welche Pflichten Sie als Betreiber damit übernehmen. Dieser Kurs schließt diese Lücke: Ein Überblick über die KI-Landschaft in der Praxis, die konkreten rechtlichen Pflichten — und ein Fahrplan, wie Sie beides zusammenbringen. Für Ärzte und das gesamte Praxisteam, in 90 Minuten, mit 3 CME-Punkten.
Die Anbieter erklären die Technik.
Aber nicht die Regeln.
PVS-Anbieter vermarkten KI-Add-ons als Produktivitäts-Booster — Telefonassistenten, Ambient Listening, Codier-Hilfen, Befundung. Ihre eigene Compliance ist dabei meist sauber: Datenschutz, Auftragsverarbeitung, DSGVO — das ist geregelt. Was sie jedoch nicht mitliefern, sind Antworten auf die Pflichten, die die Nutzung dieser Systeme bei Ihnen als Arzt auslöst. Schon ein einfaches PVS-Update mit KI-Feature macht Sie zum KI-Betreiber im Sinne des EU AI Act — mit konkreten eigenen Pflichten, die die AGB des Anbieters nicht abdecken.
Die KI-Landschaft
Telefonassistenten, Dokumentations-KI, Diagnostik-KI, Abrechnungshilfen — welche Tools gibt es tatsächlich, und was können sie für Ihren Praxisalltag leisten? Die meisten Ärzte haben keinen Überblick.
Die Compliance-Lücke
Zwischen dem Versprechen im Pitch Deck und der Rechtswirklichkeit klafft eine Lücke. Anbieter liefern Marketing und AGB — aber keine DSFA-Templates, keine Schulungsmaterialien, keine Betreiberpflichten-Checklisten.
Die Pflichten
Art. 4 AI Act gilt seit Februar 2025 für jedes KI-System — auch den simplen Telefonassistenten. Bei Hochrisiko-KI kommen sieben weitere Betreiberpflichten nach Art. 26 hinzu. Der Arzt haftet, nicht der Anbieter.
90 Min. Live-Webinar + 10 Min. LEK
3 Fortbildungspunkte
Ärzte + gesamtes Praxisteam
Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL)
Erst verstehen, was es gibt.
Dann wissen, was gilt.
Der Kurs startet mit der KI-Landschaft im ambulanten Sektor — damit Sie wissen, welche Tools es gibt und wie sie Ihren Alltag tatsächlich entlasten können. Von dort aus zeigen wir an konkreten Fallbeispielen, welche Pflichten damit einhergehen — differenziert nach einfacher KI und Hochrisiko-Systemen.
Die KI-Landschaft in der Arztpraxis — Was es gibt, wie Sie es einsetzen können
Bevor es um Pflichten geht, brauchen Sie den Überblick: Welche KI-Systeme gibt es im ambulanten Sektor — vom Telefonassistenten über Ambient Listening bis zur KI-Befundung? Was können diese Tools konkret für Ihren Workflow leisten? Und wo verläuft die regulatorische Grenze zwischen administrativer KI und Hochrisiko-System?
Fallbeispiel Dr. Berger — was passiert, wenn es schiefgeht
Ein HNO-Arzt aktiviert das KI-Dokumentations-Add-on seiner PVS. Drei Monate später enthält ein KI-generierter Arztbrief einen Fehler — ein Patient erleidet eine allergische Reaktion. Wer haftet? Was hätte Dr. Berger tun müssen? Dieses Fallbeispiel zeigt, warum Haftung und DSGVO schon bei einfachen Add-ons greifen.
Zwei Pflichtenstufen: Was für jede KI gilt — und was bei Hochrisiko dazukommt
Art. 4 AI Act (KI-Kompetenz) gilt seit Februar 2025 für jedes KI-System — auch den einfachen Telefonassistenten. Bei Hochrisiko-KI, etwa wenn Ihre PVS eigenständig ICD-Codes vorschlägt, kommen sieben weitere Betreiberpflichten nach Art. 26 hinzu. Sie lernen beide Stufen systematisch kennen und können Ihre eigenen Systeme einordnen.
5-Punkte-Sofortcheck & konkreter Compliance-Fahrplan
Jeder Teilnehmer weiß am Ende des Kurses, was am Montag als Erstes zu tun ist: KI-Inventur, Risiko-Klassifizierung, Betreiberpflichten-Check, Team-Schulung, DSFA-Prüfung. Interaktiver Durchgang mit Checkliste.
Lernerfolgskontrolle (90–100 Min.)
10 praxisnahe Multiple-Choice-Fragen, die sich auf die Fallbeispiele des Kurses beziehen — keine reinen Wissensfragen. Nach Abschluss werden die korrekten Antworten erläutert.
Dr. Berger aktiviert das
KI-Add-on seiner PVS. Drei Monate später wird er verklagt.
Die Anbieter sagen: Aktivieren, fertig. Aber was passiert, wenn ein KI-generierter Arztbrief fehlerhaft ist? Dieses Fallbeispiel aus dem Kurs zeigt, warum schon ein einfaches PVS-Add-on konkrete Pflichten auslöst — und was Dr. Berger hätte tun müssen.
Ausgangslage: Dr. Martin Berger, HNO-Arzt in Einzelpraxis, aktiviert das Ambient-Listening-Add-on seiner PVS. Die KI hört Arzt-Patienten-Gespräche mit und erstellt automatisch strukturierte Arztbriefe.
Der Vorfall: Ein Patient erhält einen Arztbrief, in dem eine Medikamentenunverträglichkeit fehlt, die im Gespräch besprochen wurde. Der Patient nimmt das Medikament, erleidet eine allergische Reaktion.
Die Frage: Wer haftet? Was hätte Dr. Berger tun müssen? Welche Pflichten hat er verletzt?
Die juristische Auflösung erfolgt im Kurs →
Nicht nur Wissen.
Werkzeuge für die Umsetzung.
Jeder Teilnehmer erhält ein digitales Materialpaket, das die operative Umsetzung in der Praxis unterstützt.
5-Punkte-Sofortcheck
Ausfüllbare PDF-Checkliste mit Fristen, Zuständigkeiten und Prüfpunkten — direkt nutzbar als Compliance-Dokumentation.
Quick-Reference-Card Art. 26
Übersicht aller 7 Betreiberpflichten mit konkreten Handlungsanweisungen. Zum Ausdrucken und Aufhängen.
Entscheidungsbaum Hochrisiko
Visueller Entscheidungsbaum: Medizinprodukt → Klasse → Hochrisiko ja/nein. Einfach anwendbar auf jedes System.
Muster-Dokumentationsvorlage
Vorlage für die Dokumentation der KI-Kompetenzschulung des Praxisteams gem. Art. 4 AI Act.
Foliensatz als PDF
Die kompletten Präsentationsfolien des Kurses zum Nachschlagen — wird regelmäßig bei Rechtsänderungen aktualisiert.
Medizin trifft Recht.

Prof. Dr. Walter Swoboda
Hochschule Neu-Ulm
Forschungsprofessor an der Fakultät Gesundheitsmanagement, Leiter des Instituts DigiHealth und Vorsitzender der gemeinsamen Ethikkommission der Bayerischen Hochschulen (GEHBa). Verantwortlich für die inhaltliche und didaktische Programmgestaltung.
Profil an der HNU
Daniel Kleiboldt
Dipl.-Jur., Legal Engineer
Legal Engineer an der Schnittstelle von Recht, Technologie und Medizin. Spezialisiert auf EU AI Act, DSGVO und Medizinprodukterecht (MDR) im Gesundheitswesen. Verbindet juristische Expertise mit technischem Verständnis — kein Juristendeutsch, sondern Praxis.
kleiboldt.deCase-Based Learning statt Frontalvortrag
Die Fortbildung richtet sich an ein Publikum, das im klinischen Alltag unter extremem Zeitdruck steht und juristische Vorträge als praxisfern erlebt. Deshalb beginnt jeder Block mit einem konkreten Fall — die Systematik folgt als Auflösung.
Live-Polls & Interaktion
Einstiegspoll, Zwischenpoll, Chat-Reaktionen — keine passive Beschallung.
Live-Demo-Screenshots
Echte PVS-Oberflächen zeigen, wie KI-Features im Praxisalltag aussehen.
Sofort umsetzbar
Der 5-Punkte-Sofortcheck liefert einen konkreten Fahrplan für die nächste Woche.
Materialpaket
Checklisten, Reference-Cards und Vorlagen — nicht nur Wissen, sondern Werkzeuge.
Gut zu wissen.
Der Kurs richtet sich an alle, die in einer Arztpraxis oder einem MVZ arbeiten — Ärzte, MFAs und weiteres Praxispersonal. Für das gesamte Praxisteam wird damit die KI-Literacy-Pflicht nach Art. 4 AI Act erfüllt. Ärzte erhalten zusätzlich 3 CME-Punkte für den persönlichen Fortbildungsnachweis.
Ja — für alle Teilnehmer, unabhängig von ihrer Rolle. MFAs und weiteres Praxispersonal erfüllen damit die Kompetenzpflicht nach Art. 4 AI Act. Ärzte erhalten zusätzlich 3 CME-Punkte. Die Teilnahmebescheinigung liefert gleichzeitig den Dokumentationsnachweis.
3 Fortbildungspunkte (2 UE Regelleistung + 1 Zusatzpunkt für die Lernerfolgskontrolle). Der Kurs ist als Kategorie A bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert. CME-Punkte gelten ausschließlich für Ärzte.
Der erste Kurstermin ist für Juni 2026 geplant. Damit haben Sie ausreichend Zeit, die Compliance-Anforderungen nach dem EU AI Act umzusetzen — die KI-Literacy-Pflicht nach Art. 4 gilt bereits seit Februar 2025, die Betreiberpflichten nach Art. 26 für Hochrisiko-KI ab August 2027. Lassen Sie sich vormerken, um als Erste über Termin und Anmeldung informiert zu werden.
Nein — es ist ein synchrones Live-Webinar mit interaktiven Elementen, Live-Polls, Fallbeispielen und Chat. Die Teilnahme erfordert Anwesenheit über die gesamte Dauer. Eine Aufzeichnung wird nicht angeboten.
Zwei Pflichten. Neunzig Minuten. Ein Format.
Für Ärzte und das gesamte Praxisteam. Lassen Sie sich vormerken und erfahren Sie als Erste, wenn die Anmeldung startet.
Kein Newsletter · Keine Werbung · Nur Kurs-Benachrichtigung