Beratungsübersicht
MVZ & MVZ-Träger

Ihre Ärzte nutzen KI.Wissen Sie, an welchem Standort?

Telefonassistenten, Ambient Listening, KI-Codierung — an Ihren Standorten sind diese Tools vermutlich längst im Einsatz. Jedes einzelne macht den jeweiligen Arzt zum KI-Betreiber im Sinne des EU AI Act. Die Pflichten sind real, die Fristen laufen. Und ein Standardkurs greift für eine MVZ-Struktur zu kurz.

Stand EU AI Act i.d.F. der Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744

Das Problem

10 Ärzte in 10 verschiedene Kurse schicken ist keine Compliance-Strategie.

Ihre Kardiologie arbeitet mit KI-gestützter EKG-Analyse. Die HNO-Praxis hat Ambient Listening aktiviert. Und am dritten Standort läuft seit zwei Monaten ein KI-Telefonassistent, von dem die Geschäftsführung erst beim nächsten Quartalsmeeting erfahren wird.

Jedes dieser Systeme erzeugt Betreiberpflichten. Jedes braucht eigene Fallbeispiele, eigene Risikoklassen, eigene Dokumentation. Ein generischer 90-Minuten-Kurs, der für alle gleich ist, erzeugt Teilnahmebescheinigungen, aber keine echte Compliance.

Das eigentliche Risiko sitzt beim Träger. Wenn die Organisationsverantwortung nicht abgebildet ist, haftet nicht der einzelne Arzt, sondern die Struktur.

Drei Probleme, die nur MVZ-Träger haben.

Eine Einzelpraxis kann sich mit einem Standardkurs behelfen. Bei einer Multi-Standort-Struktur scheitert das an der Realität.

Verschiedene Fachrichtungen, verschiedene Pflichten

Eine Radiologie mit KI-Befundung (Hochrisiko, MDR Rule 11) hat fundamental andere Compliance-Anforderungen als eine Allgemeinmedizin mit KI-Telefonassistent (Standard-Risiko). Ein Format für alle bildet das nicht ab.

Organisationshaftung beim Träger

Wenn Standort A ein KI-System aktiviert und Standort B davon nichts weiß, erreichen die Maßnahmen zur KI-Kompetenz nach Art. 4 AI Act diesen Standort nicht. Die Verantwortung liegt beim Träger und weder beim einzelnen Arzt noch beim PVS-Anbieter.

Patchwork statt nachweisbare Governance

10 einzelne Teilnahmebescheinigungen aus verschiedenen Quellen, mit verschiedenen Inhalten, zu verschiedenen Zeitpunkten. Bei einer Aufsichtsanfrage ist das kein Nachweis, sondern ein Dokumentationsproblem.

Die Lösung

Ein Format, das Ihre Struktur kennt.

Statt generischer Inhalte für alle bekommen Ihre Standorte ein Programm, das auf ihre jeweiligen Fachrichtungen, ihre konkreten KI-Systeme und ihre tatsächlichen Workflows eingeht. Das Ergebnis ist einheitliche, nachweisbare Compliance über alle Standorte hinweg.

01

Ihre Fachrichtungen, Ihre Fallbeispiele

Eine Kardiologie, die mit KI-gestützter EKG-Analyse arbeitet, braucht andere Szenarien als eine HNO-Praxis mit Ambient Listening. Jeder Standort bekommt Fallbeispiele aus seiner eigenen Praxisrealität, nicht aus einem generischen Foliensatz.

02

Ihre KI-Systeme, Ihre Pflichten

Vorab-Analyse: Welche konkreten Systeme sind an welchen Standorten im Einsatz? Für jedes System wird eingeordnet, welche Betreiberpflichten daraus folgen, welche Risikoklasse greift und was dokumentiert werden muss.

03

Vor Ort oder remote, Ihr Format

Als synchrones Live-Webinar für verteilte Standorte. Als Präsenzveranstaltung direkt bei Ihnen. Bei größeren Trägern als mehrteiliger Rollout über mehrere Termine, damit der Praxisbetrieb weiterläuft.

04

Ein Rollout, eine Dokumentation

Alle Teilnehmenden erhalten individuelle Bescheinigungen, die ihre Teilnahme belegen und die Maßnahme nach Art. 4 AI Act dokumentieren. Der Träger bekommt eine Gesamtdokumentation über alle Standorte. Die CME-Akkreditierung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe ist in Vorbereitung; sobald sie vorliegt, zählt der Kurs zusätzlich für den persönlichen Fortbildungsnachweis.

Akademie-Rollout für Träger

Nachweisfähig bleiben, auch wenn das Personal wechselt.

Eine Einzelpraxis kauft eine Fortbildung. Ein Träger kauft etwas anderes, nämlich einen Zustand, der sich halten lässt. Der Dokumentation nach Art. 4 AI Act hängt an den Menschen, die dort arbeiten, und nicht an der Organisation. Genau das macht sie im Verbund fragil, weil jede Kündigung, jede Neueinstellung und jede Rotation zwischen Standorten ein Loch hineinreißt, das bis zur nächsten Prüfung offen bleibt.

Der Rollout löst das, indem er den Nachweis zur laufenden Größe macht statt zum Projekt mit Enddatum. Ein Curriculum für alle Standorte, ein Stand für die Geschäftsführung, eine Nachschulung bei jedem Neuzugang und eine jährliche Rezertifizierung, die mit der Rechtslage und den Tool-Updates Schritt hält.

Ein Curriculum über alle Standorte

Dieselben Inhalte, dieselbe Tiefe, dieselbe Dokumentation an jedem Standort, ergänzt um die Fallbeispiele der jeweiligen Fachrichtung. Ein Prüfer, der zwei Ihrer Standorte vergleicht, findet keinen Unterschied im Nachweis.

Zertifikats-Dashboard

Die Geschäftsführung sieht auf einen Blick, welcher Standort geschult ist, welche Zertifikate wann ablaufen und wo nach einem Personalwechsel eine Lücke entstanden ist. Kein Nachfragen in Standortleitungen, kein Sammeln von PDFs.

Nachschulung bei Personalwechsel

Neue Mitarbeitende gehen in den nächsten offenen Termin, ohne dass dafür ein eigener Rollout nötig wird. Die Lücke schließt sich innerhalb weniger Wochen und ist im Dashboard sichtbar, sobald sie geschlossen ist.

Jährliche Rezertifizierung

Kompakte Auffrischung zu Rechtsänderungen und Tool-Updates, danach ein erneuertes Zertifikat mit neuem Ablaufdatum. Ab der Stufe Aktualisierung ist sie in der laufenden Begleitung bereits enthalten.

Ab 20 Plätzen

Ab dieser Größe lohnt der Rollout gegenüber Einzelbuchungen, weil Curriculum, Dashboard und Rezertifizierung nur einmal aufgesetzt werden. Die Konditionen hängen von Standortanzahl, Fachrichtungen und Format ab und stehen nach dem Erstgespräch. Kleinere Einheiten buchen die Module direkt in der Akademie.

Ablauf

Von der Bestandsaufnahme bis zum Nachweis.

Vier Schritte, keine überflüssigen Zwischentermine. Das Erstgespräch ist kostenlos und klärt, ob ein individualisiertes Format für Ihre Struktur überhaupt sinnvoll ist.

01

Erstgespräch

30 Minuten, kostenlos. Wie viele Standorte, welche Fachrichtungen, welche KI-Systeme sind im Einsatz? Was ist dokumentiert, was fehlt?

02

Konzept & Angebot

Innerhalb einer Woche: ein Schulungskonzept, zugeschnitten auf Ihre Fachrichtungen und Ihre konkreten KI-Systeme. Inklusive Zeitplan und Festpreis.

03

Durchführung

Live-Webinar oder Präsenz an Ihren Standorten. Jede Fachrichtung bekommt Szenarien aus ihrer eigenen Praxisrealität. Terminierung in Abstimmung mit dem Praxisbetrieb.

04

Dokumentation & Nachweise

Individuelle Bescheinigungen für alle Teilnehmer (Art. 4 AI Act). CME-Punkte für Ärzte. Gesamtdokumentation für den Träger als Compliance-Nachweis.

Wer dahinter steht

Daniel Kleiboldt

Legal Engineer für Healthcare-KI-Compliance. Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen Regulierung und Praxis. Nicht als Anwalt, nicht als IT-Berater, sondern als jemand, der beide Seiten zusammenbringt und Code lesen kann.

Zertifizierung durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL)
CME-Punkte auch im individualisierten Format
Ko-Dozent: Prof. Dr. Swoboda (Medizinethik & klinische KI, HNU)
Kooperation mit der Hochschule Neu-Ulm
Daniel Kleiboldt

Häufige Fragen von MVZ-Trägern

Braucht jeder Standort eine eigene Schulung?

+

Nicht unbedingt. Standorte mit identischen KI-Systemen und Fachrichtungen können zusammengefasst werden. Standorte mit unterschiedlichen Systemen brauchen eigene Fallbeispiele. Das klären wir im Erstgespräch.

Wie schnell kann das umgesetzt werden?

+

Konzept innerhalb einer Woche nach dem Erstgespräch. Durchführung ab zwei Wochen nach Freigabe. Bei mehreren Standorten staffeln wir so, dass der Praxisbetrieb weiterläuft.

Was kostet ein individualisiertes Format?

+

Abhängig von Standortanzahl, Fachrichtungen und Format. Ein konkretes Angebot bekommen Sie nach dem Erstgespräch. Zur Orientierung: Modul 1 der Akademie kostet einzeln 249 € netto pro Person, der Träger-Rollout beginnt ab 20 Plätzen und liegt in der Summe darüber, pro Kopf aber darunter.

Können auch MFA und Verwaltung teilnehmen?

+

Ja. Die Maßnahmen nach Art. 4 AI Act richten sich an alle Personen, die mit KI-Systemen arbeiten. Die Bescheinigung gilt für das gesamte Team und nicht allein für Ärzte. CME-Punkte gibt es nur für Ärzte.

Wer haftet für KI im MVZ, der Träger oder der einzelne Arzt?

+

Die Organisationshaftung liegt beim Träger. Der EU AI Act adressiert den Betreiber, und das ist im MVZ die Trägergesellschaft mit ihrer Geschäftsführung. Sie ergreift die Maßnahmen, die die KI-Kompetenz an allen Standorten unterstützen, und dokumentiert die Aufsicht über die KI. Der einzelne Arzt bleibt fachlich verantwortlich, die organisatorische Pflicht trägt der Träger.

Wie schult ein MVZ mehrere Standorte einheitlich und weist das nach?

+

Über einen zentralen Rollout mit einheitlichem Curriculum und einem Zertifikats-Dashboard. So sieht die Geschäftsführung jederzeit, welcher Standort geschult ist, und der Nachweis bleibt über alle Einheiten konsistent, auch bei Personalwechsel über die jährliche Rezertifizierung.

30 Minuten für Klarheit.

Im Erstgespräch klären wir, welche KI-Systeme an Ihren Standorten im Einsatz sind, welche Pflichten das konkret auslöst und ob ein individualisiertes Format für Ihre Struktur sinnvoll ist. Kostenlos, unverbindlich.

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