Kleiboldt Legal EngineeringKleiboldt Legal EngineeringErstgespräch
MVZ und MVZ-Träger

Ihre Ärzte nutzen KI.
Wissen Sie, an welchem Standort?

Der Leitfaden beantwortet drei Fragen: wer in Ihrer Struktur Betreiber ist, über welche der beiden regulatorischen Weichen Ihre Werkzeuge laufen und was daraus konkret folgt.

36 Seiten · 13 Kapitel · fünf Fälle aus dem Verbund · Stand 25.08.2026

Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse.

Stand 04.09.2026 · EU AI Act i. d. F. der Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744
Leitfaden für Träger und Verbünde · PDF
01Problem

10 Ärzte in 10 verschiedene Kurse schicken ist keine Compliance-Strategie.

Telefonassistenten, Ambient Listening und KI-Codierung machen den jeweiligen Arzt zum KI-Betreiber im Sinne des EU AI Act.

Ihre Kardiologie arbeitet mit KI-gestützter EKG-Analyse. Die HNO-Praxis hat Ambient Listening aktiviert. Und am dritten Standort läuft seit zwei Monaten ein KI-Telefonassistent, von dem die Geschäftsführung erst beim nächsten Quartalsmeeting erfahren wird.

Jedes dieser Systeme erzeugt Betreiberpflichten. Jedes braucht eigene Fallbeispiele, eigene Risikoklassen, eigene Dokumentation. Ein generischer 90-Minuten-Kurs, der für alle gleich ist, erzeugt Teilnahmebescheinigungen, aber keine echte Compliance.

02Standort

Zehn Fragen, die den Stand Ihres Verbundes sichtbar machen.

0 von 10 Haken. Das Ergebnis bleibt in Ihrem Browser.
03Befund

Drei Probleme, die nur MVZ-Träger haben.

Verschiedene Fachrichtungen, verschiedene PflichtenEine Radiologie mit KI-Befundung (Hochrisiko, MDR Rule 11) hat fundamental andere Compliance-Anforderungen als eine Allgemeinmedizin mit KI-Telefonassistent (Standard-Risiko). Ein Format für alle bildet das nicht ab.
Organisationshaftung beim TrägerWenn Standort A ein KI-System aktiviert und Standort B davon nichts weiß, erreichen die Maßnahmen zur KI-Kompetenz nach Art. 4 AI Act diesen Standort nicht. Die Verantwortung liegt beim Träger und weder beim einzelnen Arzt noch beim PVS-Anbieter.
Patchwork statt nachweisbare Governance10 einzelne Teilnahmebescheinigungen aus verschiedenen Quellen, mit verschiedenen Inhalten, zu verschiedenen Zeitpunkten. Bei einer Aufsichtsanfrage ist das ein Dokumentationsproblem.
04Lösung

Ein Format, das Ihre Struktur kennt.

Ihre Fachrichtungen, Ihre FallbeispieleJeder Standort bekommt Fallbeispiele aus seiner eigenen Praxisrealität, nicht aus einem generischen Foliensatz.
Ihre KI-Systeme, Ihre PflichtenDie Vorab-Analyse klärt, welche konkreten Systeme an welchen Standorten im Einsatz sind. Für jedes System wird eingeordnet, welche Betreiberpflichten daraus folgen, welche Risikoklasse greift und was dokumentiert werden muss.
Vor Ort oder remote, Ihr FormatAls synchrones Live-Webinar für verteilte Standorte. Als Präsenzveranstaltung direkt bei Ihnen. Bei größeren Trägern als mehrteiliger Rollout über mehrere Termine, damit der Praxisbetrieb weiterläuft.
Ein Rollout, eine DokumentationAlle Teilnehmenden erhalten individuelle Bescheinigungen, die ihre Teilnahme belegen und die Maßnahme nach Art. 4 AI Act dokumentieren. Der Träger bekommt eine Gesamtdokumentation über alle Standorte. Die CME-Akkreditierung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe ist in Vorbereitung; sobald sie vorliegt, zählt der Kurs zusätzlich für den persönlichen Fortbildungsnachweis.
05Rollout

Nachweisfähig bleiben, auch wenn das Personal wechselt.

Eine Einzelpraxis kauft eine Fortbildung. Ein Träger kauft etwas anderes, nämlich einen Zustand, der sich halten lässt. Die Dokumentation nach Art. 4 AI Act hängt an den Menschen, die dort arbeiten, und nicht an der Organisation. Genau das macht sie im Verbund fragil, weil jede Kündigung, jede Neueinstellung und jede Rotation zwischen Standorten ein Loch hineinreißt, das bis zur nächsten Prüfung offen bleibt.

Ein Curriculum über alle StandorteDieselben Inhalte, dieselbe Tiefe, dieselbe Dokumentation an jedem Standort, ergänzt um die Fallbeispiele der jeweiligen Fachrichtung. Ein Prüfer, der zwei Ihrer Standorte vergleicht, findet keinen Unterschied im Nachweis.
Zertifikats-DashboardDie Geschäftsführung sieht auf einen Blick, welcher Standort geschult ist, welche Zertifikate wann ablaufen und wo nach einem Personalwechsel eine Lücke entstanden ist. Kein Nachfragen in Standortleitungen, kein Sammeln von PDFs.
Nachschulung bei PersonalwechselNeue Mitarbeitende gehen in den nächsten offenen Termin, ohne dass dafür ein eigener Rollout nötig wird. Die Lücke schließt sich innerhalb weniger Wochen und ist im Dashboard sichtbar, sobald sie geschlossen ist.
Jährliche RezertifizierungKompakte Auffrischung zu Rechtsänderungen und Tool-Updates, danach ein erneuertes Zertifikat mit neuem Ablaufdatum. Ab der Stufe Aktualisierung ist sie in der laufenden Begleitung bereits enthalten.
Ab 20 PlätzenAb dieser Größe lohnt der Rollout gegenüber Einzelbuchungen, weil Curriculum, Dashboard und Rezertifizierung nur einmal aufgesetzt werden. Kleinere Einheiten buchen die Module direkt in der Akademie.
06Ablauf

Von der Bestandsaufnahme bis zum Nachweis.

Erstgespräch30 Minuten, kostenlos. Wie viele Standorte, welche Fachrichtungen, welche KI-Systeme sind im Einsatz? Was ist dokumentiert, was fehlt?
Konzept & AngebotInnerhalb einer Woche steht ein Schulungskonzept, zugeschnitten auf Ihre Fachrichtungen und Ihre konkreten KI-Systeme. Inklusive Zeitplan und Festpreis.
DurchführungLive-Webinar oder Präsenz an Ihren Standorten. Jede Fachrichtung bekommt Szenarien aus ihrer eigenen Praxisrealität. Terminierung in Abstimmung mit dem Praxisbetrieb.
Dokumentation & NachweiseIndividuelle Bescheinigungen für alle Teilnehmer (Art. 4 AI Act). Gesamtdokumentation für den Träger als Compliance-Nachweis.
07Person
Daniel Kleiboldt

Daniel Kleiboldt

Legal Engineer für Healthcare-KI-Compliance

Ich lese die Verordnung und den Quelltext und bringe beide Seiten zusammen.

  • ·CME-Akkreditierung in Vorbereitung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe
  • ·Wissenschaftliche Leitung des CME-Kurses: Prof. Dr. med. Walter Swoboda (HNU)
  • ·Kooperation mit der Hochschule Neu-Ulm

Der ganze Werdegang

08Fragen

Häufige Fragen von MVZ-Trägern

Braucht jeder Standort eine eigene Schulung?Nicht unbedingt. Standorte mit identischen KI-Systemen und Fachrichtungen können zusammengefasst werden. Standorte mit unterschiedlichen Systemen brauchen eigene Fallbeispiele. Das klären wir im Erstgespräch.
Wie schnell kann das umgesetzt werden?Konzept innerhalb einer Woche nach dem Erstgespräch. Durchführung ab zwei Wochen nach Freigabe. Bei mehreren Standorten staffeln wir so, dass der Praxisbetrieb weiterläuft.
Was kostet ein individualisiertes Format?Abhängig von Standortanzahl, Fachrichtungen und Format. Ein konkretes Angebot bekommen Sie nach dem Erstgespräch. Modul 1 der Akademie kostet einzeln 249 € netto pro Person, der Träger-Rollout beginnt ab 20 Plätzen und liegt in der Summe darüber, pro Kopf aber darunter.
Können auch MFA und Verwaltung teilnehmen?Ja. Die Maßnahmen nach Art. 4 AI Act richten sich an alle Personen, die mit KI-Systemen arbeiten. Die Bescheinigung gilt für das gesamte Team und nicht allein für Ärzte.
Wer haftet für KI im MVZ, der Träger oder der einzelne Arzt?Die Organisationshaftung liegt beim Träger. Der EU AI Act adressiert den Betreiber, und das ist im MVZ die Trägergesellschaft mit ihrer Geschäftsführung. Sie ergreift die Maßnahmen, die die KI-Kompetenz an allen Standorten unterstützen, und dokumentiert die Aufsicht über die KI. Der einzelne Arzt bleibt fachlich verantwortlich, die organisatorische Pflicht trägt der Träger.
Wie schult ein MVZ mehrere Standorte einheitlich und weist das nach?Über einen zentralen Rollout mit einheitlichem Curriculum und einem Zertifikats-Dashboard. So sieht die Geschäftsführung jederzeit, welcher Standort geschult ist, und der Nachweis bleibt über alle Einheiten konsistent, auch bei Personalwechsel über die jährliche Rezertifizierung.
Dreißig Minuten.
Kostenlos.

Im Erstgespräch klären wir, welche KI-Systeme an Ihren Standorten im Einsatz sind, welche Pflichten das konkret auslöst und ob ein individualisiertes Format für Ihre Struktur sinnvoll ist.

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