Wer hilft,
KI in der Praxis
einzuführen?
Wer als Hausärztin, Facharzt oder MVZ-Leitung KI einführen will, trifft auf viele Stellen, die helfen können, und auf keine, die alles macht. Die Kassenärztliche Vereinigung berät zur Digitalisierung, der IT-Dienstleister kümmert sich um Technik und TI, der Hersteller des Praxisverwaltungssystems bietet seine eigenen Module an, und für Verträge gibt es Anwältinnen und Anwälte.
Diese Seite ordnet die Anlaufstellen danach, wofür sie zuständig sind und wer sie bezahlt. Die zweite Frage wird am seltensten gestellt und entscheidet oft darüber, welches Werkzeug empfohlen wird.
Ich bin selbst eine dieser Stellen und sage das vorweg. Kleiboldt Legal Engineering ist in der Liste die unabhängige KI-Beratung, bezahlt allein von der Praxis.
Sieben Anlaufstellen, sieben Aufgaben.
| Stelle | Wofür sie da ist | Wer bezahlt |
|---|---|---|
| Digitalisierungsberatung der Kassenärztlichen Vereinigung | Erste Orientierung zu Digitalisierung und Praxis-IT, bei vielen KVen auch zu KI. Die KVWL etwa bietet einen Praxis-DigitalCheck, einen Showroom und eine IT-Fokusberatung, die KI ausdrücklich als Thema führt. | Die KV, finanziert über die Verwaltungskosten ihrer Mitglieder. Die Konditionen nennt die jeweilige KV. |
| Praxis-IT-Dienstleister oder Systemhaus | Hardware, Netzwerk, Anbindung an die Telematikinfrastruktur, IT-Sicherheit und oft die Installation neuer Software. | Die Praxis, nach Aufwand oder im Wartungsvertrag. Manche Dienstleister sind zugleich Vertriebspartner von Softwareherstellern. |
| Hersteller des Praxisverwaltungssystems | Die eigenen KI-Module, ihre Einrichtung und der Support. Beraten wird zum eigenen Produkt. | Die Praxis, über Lizenz und Module. |
| Vergleichsportale und Vermittler | Marktübersicht, Kontakt zu Anbietern und Vorführungen. | Für die Praxis meist kostenlos, weil Anbieter für Kontakte oder Abschlüsse zahlen. Das ist zulässig, und man sollte es wissen. |
| Datenschutzbeauftragte oder Datenschutzbeauftragter | Die Datenschutzorganisation der Praxis und die Beratung zur Datenschutz-Folgenabschätzung. Pflicht ab 20 Personen, die ständig mit personenbezogenen Daten arbeiten, und unabhängig davon, sobald eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist (§ 38 BDSG). | Die Praxis, intern besetzt oder als externer Dienstleister. |
| Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht oder IT-Recht | Verträge, Haftungsfragen und Streit im Einzelfall. Verbindliche Rechtsberatung gibt es nur hier. | Die Praxis, nach RVG oder nach Vereinbarung. |
| Unabhängige KI-Beratung | Die KI-Einführung selbst: wo KI in den Abläufen entlastet, welches Werkzeug passt, was in den Unterlagen des Anbieters stehen muss, Praxistest, Schulung des Teams und Betreiberdokumentation nach EU AI Act. Das ist die Rolle von Kleiboldt Legal Engineering. | Allein die Praxis, ohne Provision von Herstellern. |
Welche Frage zu wem gehört.
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Welche dieser Stellen Sie für Ihr Vorhaben brauchen und in welcher Reihenfolge, klären wir im Erstgespräch.