KI in der Augenheilkunde
Warum „autonom" nicht haftungsfrei heißt.
Retinopathie-Screening und OCT-Analyse sind über MDR Rule 11 meist Medizinprodukt und damit Hochrisiko-KI nach AI Act. Die Augenheilkunde ist die Fachrichtung mit den ersten teils autonomen Diagnosesystemen, und genau dort bleibt die Verantwortung nach § 630a BGB beim Arzt.
Autonom beschreibt den Ablauf, nicht die Haftung. Die volle Betreiberpflicht nach Art. 26 AI Act greift für die MDR-Route ab 2. August 2028 (Digital Omnibus, VO (EU) 2026/1744), bei delegiertem Screening kommt die ärztliche Anordnungs- und Aufsichtsverantwortung hinzu.
Kein anderes Fach ist beim Thema autonome KI-Diagnose so weit, und nirgends wird der Unterschied zwischen Ablauf und Haftung so wichtig. Entscheidend bleibt, wer beim Screening die Verantwortung trägt, welche Population das CE-Zertifikat abdeckt, und wie Sie Aufsicht und Anordnung so dokumentieren, dass sie im Prüffall stehen.
Drei Dinge, die Augenheilkunde-KI
heute verlässlich leistet.
Drei Dinge, die in der Augenheilkunde
nicht delegierbar sind.
Sechs Pflichten, die Sie
vor dem Rollout aufsetzen.
nicht nach einem Gutachten.
Was Sie hier über KI in der Augenheilkunde gelesen haben, hilft Ihnen bei der Entscheidung. Für die Pflicht selbst brauchen Sie etwas anderes, nämlich ein Team, das die Systeme versteht, und eine Dokumentation, die Ihre Maßnahmen dazu festhält. Genau das ist Modul 1 der CAVEAT Akademie, 90 Minuten live, mit Lernerfolgskontrolle und persönlichem Zertifikat für jede teilnehmende Person.
Daniel Kleiboldt
Legal Engineer · Jurist, LL.M., Software Engineer
Berät Arztpraxen und MVZ zu EU AI Act, DSGVO und Haftungsfragen beim KI-Einsatz. Lehrauftrag an der Hochschule Neu-Ulm (HNU).