KI in der Zahnmedizin
Vom Röntgenbild bis zur Abrechnung.
Röntgen-Befundungs-KI für Karies und Knochenabbau ist über MDR Rule 11 meist Medizinprodukt und damit Hochrisiko-KI nach AI Act. Die Befundverantwortung bleibt nach § 630a BGB beim Zahnarzt, vollständig und unteilbar.
Abrechnungs-KI ist kein Medizinprodukt, verschiebt aber die Verantwortung für eine korrekte Abrechnung nicht und berührt im Zweifel § 263 StGB. Die volle Betreiberpflicht nach Art. 26 AI Act greift für die MDR-Route ab 2. August 2028 (Digital Omnibus, VO (EU) 2026/1744).
Dental-KI ist 2026 in der Röntgenbefundung erstaunlich reif und wird aggressiv vermarktet. Entscheidend bleibt, wo Befundhilfe endet und Delegation beginnt, welche Zweckbestimmung das CE-Zertifikat abdeckt, und wie Sie Befundung und Abrechnung so dokumentieren, dass beide im Prüffall stehen.
Drei Dinge, die Dental-KI heute verlässlich leistet.
Drei Dinge, die in der Zahnmedizin nicht delegierbar sind.
Sechs Pflichten, die Sie vor dem Rollout aufsetzen.
nicht nach einem Gutachten.
Was Sie hier über KI in der Zahnmedizin gelesen haben, hilft Ihnen bei der Entscheidung. Für die Pflicht selbst brauchen Sie ein Team, das die Systeme versteht. Der erste Schritt dahin ist der KI-Start, drei Stunden mit Ihrem ganzen Team, online oder bei Ihnen in der Praxis. Danach haben Sie Ihren Praxisplan, und die erste Maßnahme zur KI-Kompetenz nach Art. 4 ist gemacht.
Daniel Kleiboldt
Legal Engineer · Jurist, LL.M., Software Engineer
Berät Praxen, MVZ und Kliniken zu EU AI Act, DSGVO und Haftungsfragen beim KI-Einsatz. Lehrauftrag an der Hochschule Neu-Ulm (HNU).