KI in der Rheumatologie
Entscheidungshilfe mit Betreiberpflicht.
Soweit KI Therapieentscheidungen informiert oder die Krankheitsaktivität diagnostisch bewertet, ist sie über MDR Rule 11 meist Medizinprodukt und damit Hochrisiko-KI nach AI Act. Die Therapieverantwortung bleibt nach § 630a BGB beim Arzt, vollständig und unteilbar.
Reife Werkzeuge stützen Aktivitätsmessung, Bildquantifizierung und Therapiesteuerung. Die volle Betreiberpflicht nach Art. 26 AI Act greift für die MDR-Route ab 2. August 2028 (Digital Omnibus, VO (EU) 2026/1744), dazu kommen die DSGVO-Pflichten und die heikle Frage der Datensekundärnutzung.
Gerade in der Steuerung von Biologika kann KI die Zeit bis zur wirksamen Therapie verkürzen. Entscheidend bleibt, wo Entscheidungshilfe endet und Delegation beginnt, ab wann ein Decision-Support-System zum Medizinprodukt wird, und wie Sie Ihre Therapieentscheidung so dokumentieren, dass sie im Prüffall trägt.
Praxisleitfaden für die rheumatologische Praxis
Was Sie übernehmen, wenn in Ihrer Rheumatologie eine KI mitrechnet
Der Praxisleitfaden für rheumatologische Praxis, Zentrum und MVZ. Er klärt, wer Betreiber ist, wie die Medizinprodukte-Weiche fällt und welche neun Pflichten bei Hochrisiko-Systemen gelten, mit fünf Fällen aus der rheumatologischen Praxis. Dazu eine Standortbestimmung, sieben Fragen an Ihren Anbieter und die eine Seite, die Sie vorlegen.
Wenn sich etwas ändert
Ändert sich an diesem Leitfaden etwas, durch eine Leitlinie, eine Frist oder einen Hinweis der Kammer, bekommen Sie eine kurze Mail von mir.
Drei Dinge, die Rheumatologie-KI heute verlässlich leistet.
Drei Dinge, die in der Rheumatologie nicht delegierbar sind.
Die Betreiberpflichten folgen dem Muster der Delegation, und das kennt die Rheumatologie.
Der Fachbeitrag „Was der EU AI Act von der rheumatologischen Praxis verlangt“ von Dr. Kirsten Hoeper (Klinik für Rheumatologie und Immunologie, Medizinische Hochschule Hannover) und Daniel Kleiboldt in Rheuma Management, dem Mitteilungsorgan des BDRh, ordnet ein, ab wann eine rheumatologische Praxis Betreiber eines KI-Systems wird, was die Bemühungspflicht nach Art. 4 seit Februar 2025 verlangt und welche Zusatzpflichten nach Art. 26 ab August 2028 für MDR-Hochrisiko-Systeme greifen.
Sein Denkmodell kennt das Fach bereits, denn die Betreiberpflichten folgen dem Muster der Delegation ärztlicher Leistungen, also Auswahl, Eignungsprüfung, Anleitung und Überwachung, und wer die Delegation an die rheumatologische Fachassistenz strukturiert führt, hat dieses Muster schon im Haus.
Sechs Pflichten, die Sie vor dem Rollout aufsetzen.
nicht nach einem Gutachten.
Was Sie hier über KI in der Rheumatologie gelesen haben, hilft Ihnen bei der Entscheidung. Für die Pflicht selbst brauchen Sie ein Team, das die Systeme versteht. Der erste Schritt dahin ist der KI-Start, drei Stunden mit Ihrem ganzen Team, online oder bei Ihnen in der Praxis. Danach haben Sie Ihren Praxisplan, und die erste Maßnahme zur KI-Kompetenz nach Art. 4 ist gemacht.
Daniel Kleiboldt
Legal Engineer · Jurist, LL.M., Software Engineer
Berät Praxen, MVZ und Kliniken zu EU AI Act, DSGVO und Haftungsfragen beim KI-Einsatz. Lehrauftrag an der Hochschule Neu-Ulm (HNU).







